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1939 GM Futurliner #7 verkauft

#7 "Out of the city muddle" Unrestauriert und original

#7 von 12, Bekannte Historie, Verschollener Futurliner
Interne Nummer #
121
Preis
auf Anfrage

Technische Daten

Fahrzeugtyp
Displayvan
Wagenfarbe
rot
Interiorfarbe
grün

Fahrzeugbeschreibung

Beschreibung

Der Futurliner gilt unter Oldtimer-Fans als eines der begehrtesten und wertvollsten Sammlerobjekte.

1939 wurden gerade einmal 12 Futurliner von der Firma Yellow Truck and Coach Company in Pontiac Michigan gebaut. Die Entwürfe stammen von GM Designboss Harley Earl. Jeder Futurliner hatte dieselben Maße: 10 Meter Länge, 2,5o Meter Breite, 3,6o Meter Höhe. Und er verfügte über ein Gewicht von 13,5 t. Angetrieben wurde der Futurliner damals von einem 4-Zylinder-Dieselmotor mit 150 PS. Die Produktionskosten beliefen sich damals auf 105.000 US-Dollar. Das entspricht heute etwa 1,8 Mio. US-Dollar oder 1,65 Mio. Euro.

Die Busse wurden ursprünglich für die sogenannte „Parade of Progress“ konzipiert – eine pompöse Roadshow, die GM veranstaltete, um seine neuesten Fahrzeuge und Technologien im Inneren der Futurliner-Busse vorzuführen. General Motors produzierte damals nicht nur Autos, sondern auch andere technische Kleingeräte, wie Mikrowellen oder Fernseher. Die “Parade of Progress” startete 1941 in Florida und fuhr daraufhin 250 weitere Städte in den USA, Mexiko und Kanada an. Bis 1956 besuchten elf Millionen Menschen die gigantische Messe auf Rädern.

Nach zwei erfolgreichen Paraden wurde die Show 1956 eingestellt. Die Futurliner wurden daraufhin gespendet oder ausgeschlachtet. Ein Fahrzeug erlitt bei der letzten Parade einen Totalschaden. Neun Fahrzeuge sind heute noch bekannt, zwei gelten als vermisst. Nach 1956 verschwanden die Futurliner jedoch erst einmal gänzlich von der Bildfläche.

Bei diesem Exemplar handelt es sich um Bus Nummer 7. Der fahrende Showroom enthielt damals auf beiden Seiten nach außen aufklappbare Displays, welche die Zukunft innovativer Verkehrskonzepte und Transportmöglichkeiten in Städten unter dem Motto „Out of the City Muddle“ plastisch darstellten. Die beiden Displays befinden sich heute im Museum von General Motors in Sterling Heights, Michigan.

Nach der „Parade of Progress“ geriet die Nr. 7 in den Besitz eines großen Elektronik-Unternehmens, das den Bus als Promotion-Truck von Stadt zu Stadt schickte. Ab 1960 tourte er dann als Servicefahrzeug eines Rennsport-Teams durch die Lande, bevor er 1964, weil er keinen Sprit mehr hatte, in New Hampshire vor einem Schrottplatz strandete. Die Rennsportler ließen das Fahrzeug gleich dort und schoben es unter einen Baum.

Erst 1984 nahm ein Restaurant-Betreiber, der eigentlich eine Salat-Bar suchte, dem Schrotthändler das Gefährt ab und stellte es hinter sein Haus. Da blieb die Nr. 7 dann auch für die nächsten Jahre. Im Jahr 2005 tauchte der Besitzer dann bei einem Abschleppunternehmen in Poland Springs, Maine auf und bat darum, dieses „bus-ähnliche Ding“ hinter seinem Haus wegzuschleppen, weil seine Frau dringend darauf bestünde.

Der Futurliner verbrachte bei dem Abschleppunternehmer dann noch weitere elf Jahre, immerhin mit einem Dach über der Haube, bis die ChromeCars-Mannschaft von seiner Existenz erfuhr und bei dem Schrotthändler auftauchte. Sie ließ nicht locker, bis der Besitzer das Fahrzeug endlich zum Verkauf freigab. Zwischen alten Traktoren und Abschleppern wurde der Futurliner daraufhin unter schwierigsten Wetterbedingungen bei minus 15 Grad geborgen und nach Deutschland verschifft. Dass es sich um die Nummer 7 handelt, gilt als sicher, denn alle noch vorhandenen Unterlagen und Nummern am Fahrzeug wurden sorgfältig überprüft.

Über die Bergung des Fahrzeugs existiert sowohl eine filmische als auch eine fotografische Dokumentation.