1967 Porsche 911 S

Ex Jochen Rindt Auslieferungszustand einmalige Historie

Jochens Privatwagen , Werksrallywagen, Matching Numbers
Interne Nummer #
7779
Motorengröße
2.000 cm³
Leistung
160 PS
Laufleistung
37.144 km
Preis
auf Anfrage

Technische Daten

Fahrzeugtyp
Coupe
Motorentyp
Boxer
Zylinder
6
Getriebe
Manuell
Türen
2
Wagenfarbe
Bahama gelb
Interiorfarbe
schwarz

Fahrzeugbeschreibung

Beschreibung

Jochen Rindt erzählte Erich Glavitza, bei einem Ihrer häufigen gemeinsamen Mahlzeiten von seinem neuen 911er:

„der Neinöffa ginge wie sein Formel 2 Rennwagen, der Brabham BT23 und wäre kaum langsamer und somit ein sensationelles Auto,…..

Mit den Worten „Glaub´ma, mit sowas bist du noch nie g´foan“ überredete er Erich zu einer Probefahrt und kurz darauf ging es zum „blosn“ in Richtung Westautobahn wo die Auffahrt auf diese natürlich mit Vollgas und im perfekten Drift genommen wurde

Das von Porsche Salzburg für Jochen Rindt zur Verfügung gestellte 911 Coupe war aus dem ersten Herstellungs-Jahr des neuen Top-Modells der 911er Baureihe: ein 911S, dessen `S`in der Bezeichnung als Abkürzung für `Super`stand. Rindts Bahama-gelbes Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 308139 wurde am 6. Juni 1967 ausgeloiefert. Der 2 Liter Motor des neuen 911S hatte einen Spitzenleistung von 160 PS bei einer Drehzahl von 6.600 U/min, womit er gegenüber dem 911 Basis-Modell um deutliche 30 PS stärker war. Porsche erreichte die Leistungssteigerung mit Hilfe einer Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses von 9,0:1 auf 9,8:1 dem Verbau von Leichtmetall-Schmiedekolben sowie weich-nitrierten, geschiedeten Stahl-Pleuel. Die Zylinderköpfe erhielten überarbeitete Nockenwellen und die Ventildurchmesser wurden auf 42 mm Einlass und 38 mm Auslass erhöht. Weiterhin kamen beim S eine neue 3-in-1 Abgasanlage, Weber 40 IDS-Vergaser und eine HKZ-Zündanlage mit Bosch-Verteiler zum Einsatz.

Der 911S Modelljahr 1967 war auch der erste Porsche, welcher mit den inzwischen als legendär geltenden Fuchs-Leichtmetallfelgen ausgeliefert wurde. Rindts Fahrzeug hatte die optionale Dunlop SP 165HR15-Bereifung auf den 4.5Jx15-Rädern der Vorder- und Hinterachse montiert. Das S-Modell erhielt einen stärkeren 15 mm Stabilisator an der Vorderachse und erstmals auch einen Stabilisator an der Hinterachse ( 16mm ). Koni-Stoßdämpfer sowie Innenbelüftete Bremsscheiben vorne und hinten waren weitere Modifikationen die der S gegenüber dem Basis-911 erhielt.

Auf der Mehrausstattungs-Liste des Rindt-911S fällt zudem eine ab Werk verbaute Webasto-Standheizung auf, eine klare Reminiszenz an die Tatsache, dass die Winter in Wien kalt sein können. Auch wenn Jochen einen deutschen Vater und Geburtsort ( Mainz ) hatte, so überwog der Österreicher in Rindt und in den Wintermonaten trug der 911 selbstverständlich zusätzlich Skiträger am Dach.

(Text ist ein Auszug aus dem Magazin Automobilsport #03 Ausgabe 1/2015. zu bestellen hier )

zum Interview mit Erich Glavitza über die Zeit mit Jochen Rindt geht es hier

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