Discussion

Technische Daten

Fahrzeugtyp
Coupe
Motorentyp
Ottomotor
Zylinder
8
Getriebe
Automatik
Türen
2
Wagenfarbe
dunkelgrün
Interiorfarbe
braun

Fahrzeugbeschreibung

Beschreibung

Der Edwards America entstand aus dem Wunsch heraus, einen Sportwagen in europäischem Stil und mit amerikanischen Komponenten und Einfallsreichtum zu bauen. Der Vater und Ideengeber des Edwards war Sterling Edwards, ein Industrieller und erfolgreicher Westküsten-Rennfahrer, der sich in die Idee verbissen hatte, einen amerikanischen GT zu bauen.

Edwards konstruierte schon lange seine eigenen Rennfahrzeuge und konnte dieses Knowhow in die Entwicklung des Edwards America mit einfließen lassen. Mit dem Bau des Wagens wurde Phil Remington beauftragt, der später als der Schöpfer des Ford GT-40 bekannt wurde.

Der Edwards America wurde in San Francisco von Hand gebaut und kombinierte europäische Stileinflüsse, wie die italienischen Cisitalia, mit altbewährten amerikanischen Komponenten. Die Wahl des Aggregats fiel auf den Lincoln 317 V8 Motor, der Lincoln die ersten Plätze im Pan American Road Race 1952, 1953 und 1954 verschafft hatte. Der 205 PS Motor wurde mit einem Automatikgetriebe verbunden und das Ganze wurde auf einem Mercury-Chassis verbaut. Um die Kosten zu senken, wurde die Karosserie komplett aus Fieberglas gefertigt.

Trotz der kostensparenden Maßnahmen durch die Übernahme von Teilen anderer Fahrzeuge waren die Produktionskosten letztlich immens hoch. Der Verkaufspreis der Fahrzeuge stieg dadurch auf über 8.000 US-Dollar. Doch selbst damit verlor Edwards noch Geld. Die hohen Kosten und das schlechte Timing, um in Konkurrenz zu Chevrolets neuer Corvette zu treten, ließen ihm keine andere Wahl, als das Projekt zu beerdigen. Nach nur fünf gebauten Fahrzeugen stoppte 1954 die gesamte Produktion.

Dieser hier ausgestellte Wagen soll der zweite der fünf gebauten Edwards America sein. In den letzten 61 Jahren hatte er nur fünf Besitzer und wurde zwischendurch im Petersen Automotive Museum in Los Angeles ausgestellt.