ChromeCars holt verschollen geglaubten GM Futurliner nach Deutschland Michael 

ChromeCars holt verschollen geglaubten GM Futurliner nach Deutschland

Jena (D)/Poland Springs (USA), den 27. Februar 2017 – Was die weltweite Oldtimerszene kaum noch für möglich hielt, ist mittlerweile in Deutschland eingetroffen: Ein lange verschollener ‚GM Futurliner‘ ist in den USA von Geschäftspartner Ronny Weiß (muslecarforyou.com) entdeckt und vom ChromeCars Team geborgen worden. In den nächsten Tagen wird er in Thüringen erwartet. Die Oldtimer-Spezialisten besitzen bereits die Nummer 9 der ursprünglich 12 Giganten, die aufgrund von Größe und Farbe auch ‚Red Elephants‘ genannt wurden.

1941 brachte General Motors 12 futuristisch anmutende Art-Déco-Trucks zur Repräsentation zukünftiger Innovationen aus Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft auf die Straße. Durch 150 nordamerikanische Städte sollten sie touren, um der Bevölkerung Fortschritt und technische Zukunft des Landes aufzuzeigen. Doch die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs stoppten das Vorhaben. Von 1953 bis 1956 gelang der zweite Anlauf und die frisch restaurierten Laster absolvierten die gesamte ‚Parade of Progress‘ durch fast 300 Städte. Nur einer der 12 Elefanten fiel am Ende einem Crash zum Opfer und wurde verschrottet. Ein weiterer avancierte zur mobilen Kathedrale eines Wanderpredigers und zwei nutzte die Michigan State Police für Werbezwecke. Die anderen verschwanden großenteils von der Bildfläche und gingen wahrscheinlich in private Hände über.

Bei dem nun gefundenen Exemplar handelt es sich um die Nummer 7, den man eigentlich im Besitz eines Autobus-Unternehmens wähnte. Der 10 Meter lange, 3,5 Meter hohe und 2,4 Meter breite fahrende Showroom enthielt auf beiden Seiten nach außen aufklappbare Displays, die die Zukunft innovativer Verkehrskonzepte und Transportmöglichkeiten in Städten unter dem Motto „Out of the City Muddle“ plastisch darstellten. Die beiden Displays befinden sich heute im Museum von General Motors. Nach der Parade of Progress geriet die Nr. 7 in den Besitz eines großen Elektrik-Unternehmens, das ihn in seiner ursprünglichen Bestimmung als Promotion-Truck auf Tournee schickte. Ab 1960 tourte er als Servicefahrzeug eines Rennsport-Teams durch die Lande, bevor er 1964 mangels Sprit in New Hampshire vor einem Schrottplatz strandete.

Die Rennsportler ließen das Fahrzeug gleich dort und schoben es unter einen Baum. Erst 1984 nahm ein Restaurant-Betreiber, der eigentlich eine Salat Bar suchte, dem Schrotthändler das Gefährt ab und stellte es hinter sein Haus. Bei einem Abschleppunternehmer in Poland Springs in Maine tauchte im Jahr 2005 besagter Herr auf und fragte, ob man ihm diese „bus-ähnliche Ding“ hinterm Haus wegschleppen könne, seine Frau bestünde dringend darauf, dass es wegkommt.

Der Elefant verbrachte bei dem Abschleppunternehmer noch weitere elf Jahre, immerhin überdacht, bis die ChromeCars-Mannschaft durch Ronny Weiß und Patryk Ludolf (us-classic-restoration.com), Restaurateur des Futurliner Nr. 9) seiner Existenz erfuhr und dort auftauchte. Sie ließ nicht locker, bis der Besitzer das Fahrzeug zum Kauf freigab. „Zwischen alten Traktoren und Abschleppern haben wir

im Dezember den Futurliner unter schwierigen Wetterbedingungen bei minus 15 Grad geborgen und nach Deutschland verschifft“, sagt Michael Gross von ChromeCars. „Dass es sich um die Nummer 7 handelt, ist sicher. Wir haben alle Unterlagen und Nummern am Fahrzeug überprüft.“ Über die Bergung des Fahrzeugzeugs existiert sowohl eine filmische als auch fotografische Dokumentation.

Auf der Retro Classics in Stuttgart, 2. bis 5. März 2017, finden Sie uns in Halle 4 am Stand Nummer B58.Dort sind ein einzigartiger Maserati Scooter Prototyp von 1957, ein 1968er Cadillac von Elvis Presley und ein 1957 gebauter Porsche 356 A Speedster im unrestaurierten Originalzustand zu sehen.

Bildrechte: ChromeCars

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Über ChromeCars:

ChromeCars ist ein Team von Oldtimer-Enthusiasten, das sich das Aufstöbern historischen Blechs auf die Fahne geschrieben hat. Die Mannschaft sucht gezielt nach Einzelstücken und Exemplaren mit besonderer Geschichte. Einige davon stehen zum Verkauf, andere bleiben in der privaten Sammlung. Dabei geht die Suche immer weiter, nicht umsonst bezeichnen sich die Experten selbst als Automotive Archeologists.

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