1939 GM Futurliner #9

#9 von 12 gebauten Futurlinern einzig fahrbereiter Futurliner in Europa Art Deco Bar im Innenraum

#9 von 12 gebauten , Weltweit noch 7 Fahrzeuge, Art Deco Bar
Interne Nummer #
24
Motorengröße
6500 cm³
Leistung
300 PS
Laufleistung
8.133 miles
Private Sammlung

Technische Daten

Fahrzeugtyp
Präsentationsfahrzeug
Motorentyp
Big Block
Zylinder
8
Getriebe
Automatik
Fahrgestell-Nr.
ADF859071
Türen
2
Wagenfarbe
weiß
Interiorfarbe
rot

Fahrzeugbeschreibung

Beschreibung

1939 wurden 12 Futurliner von der Firma Yellow Truck and Coach Company in Pontiac Michigan gebaut. Die Entwürfe stammen von GM Designboss Harley Earl. Jeder Futurliner hat folgende Maße: 10 Meter Länge, 2,5 Meter Breite, 3,6 Meter Höhe und ein Gewicht von 13,5 t (Leergewicht). Angetrieben wurde der Futureliner damals von einem 4-Zylinder-Dieselmotor mit 150 PS.
Produktionskosten beliefen sich damals auf 105.000 $. Das entspricht 1.789.653,24 $ oder 1.638.576,49 € zur heutigen Zeit. Die “Parade of Progress” besuchte 251 Städte in den USA, Canada und Mexiko. Bis 1956 besuchten 11 Millionen Menschen die “Parade of Progress”. In den Fahrzeugen wurden neueste Errungenschaften aus Forschung und Technik gezeigt und der Fortschritt sollte den Amerikanern schmackhaft gemacht werden. Nach zwei erfolgreichen Paraden wurde sie 1956 eingestellt. Danach wurden die Fahrzeuge gespendet oder ausgeschlachtet. Ein Fahrzeug hatte bei der letzten Parade einen Totalschaden, neun Fahrzeuge sind heute noch bekannt und zwei verschwunden. Nach 1956 verschwanden die Futurliner großteils von der Bildfläche.

Bei unserem Futurliner handelt es sich um Futurliner #9, der als Rezeptionswagen auf der Parade verwendet wurde.

1984 war Bob Valdez, ein teilzeitarbeitender Frisör aus Sherman Oaks, auf der Suche nach einem GMC Sceencruiser aus den 50zigern. Auf einem Abstellplatz nahe San Fernando fand er #9 und verliebte sich sofort in das ungewöhnliche Vehikel. Zu diesem Zeitpunkt war der Wagen aber schon verkauft. Jedoch konnte der ursprünglicher Käufer das Geld nicht auftreiben und Valdez konnte den Wagen für 2.500 $ sein Eigen nennen. Zuerst wollte er den Wagen professionell restaurieren lassen, doch als die Restaurationsangebote sich auf ¼ Million Dollar beliefen, beschloss er die Restauration in Eigenregie durchzuführen, kaufte sich ein tragbares Schweißgerät und das dazugehörige „How-to“ Video. Von GM bekam er wenig Unterstützung. Nach vielen Briefen und Bitten spendete GM dann doch einen 366 cubic inch V8 Motor, um den Wagen wieder voranzutreiben. Es dauerte über 14 Jahre bis Bob Valdez seinen Futurliner selbst restauriert und sein neu interpretiertes Interior fertig gestellt hatte. Er baute das komplette Interior im Stil einer Art-Deco Bar um.
Futurliner #9 war der erste Futurliner, der, nachdem diese von der Bildfläche verschwunden waren, wieder auf den Straßen zu sehen war. Don Mayton, Mitarbeiter von GM, sah den Futurliner Mitte der 90er Jahre an einer Ampel in Palm Springs. Er schoss ein paar Fotos und begann Nachforschungen anzustellen, um was für ein ungewöhnliches Fahrzeug es sich handelte. Er wurde vom “Futurliner-Virus” infiziert und spürte #10 auf. Durch die Restauration wurde er bekannt und verhalf dem Futurliner zu neuem Ruhm.

Historische Bilder