1988 VW T3 WBX 6 3,7 Oettinger verkauft

Original Oettinger T3 WBX 6 Erstbesitz Oettinger

Erstbesitz war Fa. Oettinger, Stärkste Variante mit 180 PS, Sammlerobjekt , Damals so teuer wie 2 1/2 Porsche 911
Interne Nummer #
75
Motorengröße
3700 cm³
Leistung
180 PS
Laufleistung
76.000 km
Preis
auf Anfrage

Technische Daten

Fahrzeugtyp
Van
Motorentyp
Boxer
Zylinder
6
Getriebe
Automatik
Türen
4
Wagenfarbe
silber
Interiorfarbe
grau

Fahrzeugbeschreibung

Beschreibung

Die legendären Sechszylinder in den VW-Bussen kamen von Oettinger. Einen besonders hochkarätigen Motor lieferte Gerhard Oettinger 1985 ab. Volkswagen trug sich lange mit dem Gedanken, einen eigenen Sechszylinder-Wasserboxermotor für den VW-Bus bis zur Serienreife zu entwickeln. Allein die zu erwartenden geringen Stückzahlen ließen das Projekt aus der Perspektive des Großkonzerns wenig lukrativ erscheinen. Auf halber Strecke wurde es deshalb abgebrochen und 1984 dem Tuning-Altmeister übergeben. Mit Oettinger bestand eine enge Zusammenarbeit in Sachen Entwicklung und Herstellung von Sondermodellen. Der hessische PS-Zauberer sollte das Werk nach Art des Hauses vollenden. Er übernahm aus Wolfsburg die Konstruktionsunterlagen und die Produktionseinrichtungen, überarbeitete die Gussformen für beide Leichtmetall-Motorblockhälften, griff wiederum zu seiner Wunderwaffe – der Kurbelwelle aus Chrom-Molybdänstahl – und tauschte schließlich den Ansaugkrümmer aus. Das stolze Ergebnis: Der “wbx6“Motor leistete 165 PS bei 3.164 ccm und hatte ein maximales Drehmoment von 260 Nm bei 3.800/min. Auf der IAA 1985 feierte der VW-Bus Oettinger wbx6 eine gebührende Premiere. Nur für dieses Auto entwickelte Oettinger auch eine Vierscheiben-Bremsanlage. “Schneller als eine Mittelklasse-Limousine”, “Gaspedalbewegungen beantwortet die in jedem Drehzahlbereich leise und frei von Vibrationen laufende Maschine in einem vom VW-Bus bisher unbekannten Vorwärtsdrang,” zollte die “auto motor und sport” in Heft 21/1986 hohen Respekt vor der Ingenieurskunst des Diplom-Ingenieurs Gerhard Oettinger. Und fuhr fort: “Wenn Mittelklasse-Limousinen vom Schlage eines VW Passat oder Opel Ascona ihre Höchstgeschwindigkeit erreicht haben, zieht der Kraft-Bus scheinbar mühelos vorbei. Erst bei 178 km/h setzen Fahr und Luftwiderstand dem Vorwärtsstreben ein Ende.“ Der Ausnahme-VW-Bus wbx6 war als “Caravelle Carat” allerdings auch nicht zum Schnäppchenpreis zu haben. 32.940 DM standen allein für Motor und Automatikgetriebe, straffes Fahrwerk, einen üppigen Radsatz und den größeren Tank zu Buche. Das Planziel – 500 Auslieferungen – wurde innerhalb der beiden folgenden Jahre erreicht. Das lag auch an den verschiedenen Versionen, die noch folgen sollten: Ein 3,2 Liter-Normalbenzinmotor mit Schaltgetriebe und ein 3,2 Liter-Superbenzinmotor mit Automatik (auch für die allradgetriebene Syncro-Variante). Außerdem verschrieb Oettinger seinem wbx6-Aggregat bald schon wieder eine hauseigene Kraftkur. Nun leistete der auf der IAA 1987 vorgestellte 3,7 Liter-Oettinger-Sechszylinder-Wasserboxermotor im VW-Bus wbx6 bereits 180 PS, hatte ein verstärktes Automatikgetriebe, einen geregelten Dreiwegekatalysator und war ausgelegt für bleifreies Superbenzin. Weitere Highlights dieses Superbusses: Eine Digijet-Einspritzanlage mit Leerlauf-Füllungsregelung und Schubabschaltung und eine Auspuffanlage mit Edelstahl-Fächerkrümmer. Hinzu kamen die Oettinger-Vierscheibenbremse (vorn innenbelüftet), ein Sportfahrwerk und ein 85-Liter-Benzintank. Der heckangetriebene VW-Bus Oettinger wbx6 war einer der schnellsten Transporter seiner Zeit (182 km/h Spitze). Die Zeitschrift „Gute Fahrt“ (Heft 08/1989) testete einen dieser Oettinger Caravelle GL T 3700 E/6 Kat. „Dass 180 PS in Verbindung mit 3,7 Litern Hubraum selbst den schweren Bus zu sehr guten Fahrleistungen beflügeln müssen, setzt man eigentlich voraus. Doch die Realität ist schlichtweg begeisternd.“ Der Fortschritt läge im wesentlich verbesserten Durchzug von unten heraus. „Die Fahrleistungen sorgen für Verblüffung auf der Straße die Laufruhe ist ähnlich der gediegener Limousinen.“

Dieser sehr gut erhaltene T3 WBX 6 Oettinger wurde bis 1989 von der Firma Oettinger selbst als Fahrzeug genutzt bis er am 24. April nach Bad Homburg weiter verkauft wurde. Bis heute wurde er nur 76.000 km gefahren und besticht durch einen sehr guten, voll funktionsfähigen Sammlerzustand.