1978 Lamborghini Espada 400 GT erwartet

Drittletzter gebauter Espada von 1.226 Stück

Deutsche Auslieferung, Originalzustand, unter 10.000 km
Interne Nummer #
69
Motorengröße
3929 cm³
Leistung
350 PS
Laufleistung
9.000 km
Private Sammlung

Technische Daten

Fahrzeugtyp
Saloon
Motoren-Nr.
41540
Motorentyp
V12-Motor mit 60° Bankwinkel
Zylinder
12
Getriebe
Manuell
Fahrgestell-Nr.
9878
Türen
2
Wagenfarbe
Bleu Notte
Interiorfarbe
Naturale

Fahrzeugbeschreibung

Beschreibung

Bei diesem Lamborghini Espada handelt es sich um einen 400 GT Serie III. Es ist der drittletzte Wagen, der die Produktionsstädte in Sant’ Agata verlassen hat. Diese letzten Fahrzeuge wurden mit den amerikanischen Stoßstangen ausgestattet.

Der vorletzte gebaute Espada steht als kaum zu restaurierende Ruine in Nürnberg und der letzte ist vor etwa 5 Jahren in Holland spurlos verschwunden.

Am 24. Oktober 1978 wurde der Lamborghini an Hubert Hahne in Düsseldorf ausgeliefert. Hubert Hahne war zur Zeit des Kaufes Importeur von Lamborghini in Düsseldorf. Er verkaufte den Espada zwar am 25. November 1978 an die Lamborghini Vertretung in Frankfurt für 84.000 DM, aber mit der Option, ihn als Ausstellungsfahrzeug zu nutzen, falls er noch nicht weiterverkauft sei. Und so stand „9878“ im März 1979 auf dem Genfer Salon und im September 1979 auf der IAA in Frankfurt. Dort wurden erste Gespräche mit einem Kaufinteressenten geführt, der den Espada dann im Frühjahr 1980 für 120.000 DM kaufte.

Am 4. Juni 1980 wurde der Lamborghini in Nordhessen zugelassen. Der Käufer war von seinem Lamborghini Espada begeistert und fuhr, trotz vorheriger mehrmaliger Belehrung über die Behandlung eines italienischen Exoten, immer „volle Pulle“ – auch bei kaltem Motor. So war es nicht verwunderlich, dass er im Spätherbst 1980 Leistungsmangel und einen schlechten Leerlauf reklamierte. Ende November 1980 stellte die Vertragswerkstatt in Darmstadt fest, dass zwei Nockenwellen eingelaufen waren und das bei einem Kilometerstand von gut 10.000 km. Über die geforderte Garantiereparatur gab es Streit und das Ganze endete vor Gericht. Der Espada wurde am 26. März 1981 abgemeldet.

Der vorige Besitzer fand den Espada III im Herbst 1988 mit demontierten Köpfen und halbgeöffnetem Fahrerfenster im Freien auf einem Werkstatthof, wo er seit 5 Jahren stand. Der Wagen wurde gekauft und abtransportiert, Motor und Getriebe ausgebaut und alles trocken in einer Garage gelagert. Der Motor war fest, alle Versuche mit Rostlösern und mechanischer Bearbeitung halfen nicht. Die Lösung brachte ein Ultraschallkopf der TU Darmstadt, der die festsitzenden Ringe löste: Der 12-Zylinder drehte sich wieder! In der Darmstädter Lamborghini-Vertragswerkstatt wurde der Motor 1989 komplett zerlegt, gehohnt und dann mit Neuteilen (Kolbenringe, Hauptlager, Pleuellager, zwei Verteiler, Steuerkette und zwei nitrierte Nockenwellen) überhohlt und neu aufgebaut.